08.01.2020 - 360 Seiten rund um die Region

Auch einige EIFEL Mitgliedsbetriebe sind mit dabei

Fotomontage (Jochen Hank): Die Eifel in einem Buch

Ein solches „Jahrbuch“ für die Eifel hat es bisher noch nicht gegeben. Mit „Eifel hautnah – Das Buch 2020“ ist auf mehr als 350 Seiten eine neuartige Dokumentation, ein Lese- und Bilderbuch erschienen, das grenzüberschreitend Aspekte der immer beliebter werdenden Mittelgebirgslandschaft zwischen Aachen, Bonn, Koblenz und Trier darstellt. Da sind selbst für Einheimische Entdeckungen nicht ausgeschlossen.

Wie sah der Schlafsaal der Trappisten im „Schweigekloster“ Mariawald bei Heimbach aus? Wo stehen in der Vulkaneifel die schönsten „Baumdenkmäler“ und wie fühlt man sich im Innern eines Vulkans? Wann tanzen die „Geister“ in Blankenheim? Warum ist Senf aus Monschau so berühmt? Warum werden in Schönecken am Ostermontag 104 Eier aufgesammelt und was erfährt man auf Vogelsang IP über dem Urftsee über die jüngste Zeitgeschichte?

Das sind einige der Fragen, die neugierig machen auf „Eifel hautnah – Das Buch 2020“. Dort werden sie beantwortet. Sogar für Einheimische sind es teils überraschende Einblicke ins Alltagsleben, Geschichten über Jahrhunderte alte Bräuche, oder Reisen zu Orten, die in der Region kaum Einer kennt, weil sie für diese neuartige Gesamtdarstellung der Region erstmals überhaupt für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.

„Eifel hautnah – Das Buch 2020“ ist anders als die von den Kreisverwaltungen der Region – ob in Nordrhein-Westfalen oder in Rheinland-Pfalz - zum Jahreswechsel vorgelegten Chroniken. Den Unterschied macht zum einen die opulente Ausstattung des 360 Seiten starken Buches im ungewöhnlichen Mittelformat, das durchgehend vierfarbig bebildert ist. Zudem haben die lesenswerten Beiträge vor allem Journalisten geschrieben, die ihre Eifel kennen, in der sie seit Jahrzehnten arbeiten.

Da gibt es Ausflüge in die Vulkaneifel, etwa in „Deutschlands Krimihauptstadt“, nach Daun zur „ADAC Eifel Ralllye“, ins „Mausefallendorf“ oder auf eine „Arche“ für bedrohte Nutztiere. Im Oleftal zwischen Hellenthal und Gemünd fährt die „Flitsch“; in der Osteifel wird das Geheimnis des „Golorings“ gelüftet. Eine Lesereise führt in die an die Schneifel angrenzenden ostbelgischen Ardennen und das schöne Eupen, im „Rurbötchen“ geht es über die Seen der Talsperren.

Die Eifel ist als Paradies für Radwanderer und Wanderer bekannt und beliebt. „Eifel hautnah – Das Buch 2020“ würdigt den „Eifelsteig“ oder stellt mit dem Wanderweg die „Wilde Endert“ hinab nach Cochem an der Mosel eine besonders schöne Route vor.

Der Anspruch des herausgebenden Verlags aus Leudersdorf in der Vulkaneifel – er publiziert seit sechs Jahren das erfolgreiche Magazin „Vulkaneifel – Heimat hautnah“ – geht aber noch weiter: „Die Eifel ist auch eine gewachsene Arbeitsregion mit innovativen Industrieunternehmen, traditionellen und modernen Handwerksbetrieben und vielfältiger Dienstleistung. Auch das wollen wir zeigen“, so Verleger Hubertus Foester. „Erfolgreich in der Eifel“, heißt das Kapitel.

Ein anderes ist „Essen, Trinken und Feiern“ oder „Kunst und Kultur“ überschrieben. Sieben thematische Blöcke sind es insgesamt. Abgeschlossen wird „Eifel hautnah – Das Buch 2020“ mit einem umfangreichen Ausblick: Wo ist wann was im kommenden Jahr los? Die Höhepunkte zwischen „Rock am Ring“ und „Klassik auf dem Vulkan“ enthält ein umfangreicher Veranstaltungskalender.

„Eifel hautnah – Das Buch 2020“ ist kein „Jahrbuch“, keine Rückschau, sondern eine gelungene Anregung, die neugierig macht. Ein mutiges Projekt, dem man viele Leser wünscht.

Info
„Eifel hautnah – Das Buch 2020“, herausgegeben vom Jahrbuch-Verlag Foester und Partner, Leudersdorf, 2019, 360 Seiten, 24,50 Euro. ISBN 978-3-89296-300-4

Quelle: Jahrbuchverlag Foester & Partner